Trainingsmethoden

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Es gibt verschiedene Hinweise dafür, dass geistige Aktivität das Auftreten und Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit hinauszögern kann.

Bei gut gebildeten Personen sind die neurobiologischen Veränderungen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung "Alzheimer-Krankheit" schon weiter fortgeschritten als bei schlechter gebildeten. Die wahrscheinlichste Erklärung ist die, dass bei guter Ausbildung und geistiger Aktivität die krankheitsbedingten Leistungsausfälle länger kompensiert werden können.

Zwei Trainingsverfahren, die schon länger bei Alzheimer-Patienten praktiziert werden, sind die Realitäts-Orientierungs-Therapie (ROT) und die Selbst-Erhaltungs-Therapie (SET). Bei der ROT werden die Patienten immer wieder mit Hinweisen versorgt, die ihre Orientierung zu Zeit, Ort und Person verbessern sollen. Die SET zielt auf die Bewahrung der persönlichen Identität durch kontinuierliche und multimodale Wiederholung von biographischem und Aktivierung noch vorhandener Ressourcen.

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Vorgehensweisen für ein Training der geistigen Leistungsfähigkeit bei Alzheimer-Patienten:

  • Allgemein-aktivierende Verfahren (dienen in erster Linie der Aktivierung von Inhalten des Langzeitgedächtnisses, z.B. in Form der „Erinnerungstherapie“)
  • Kompensatorische Verfahren (vermitteln Tricks und Techniken, mit denen Gedächtnisstörungen ausgeglichen werden sollen)
  • Restaurative Verfahren (zielen auf eine Leistungssteigerung durch stetige Übung von Gedächtnisleistungen)

 

Mit dem Spiel Kogifit® wurde ein Trainingsverfahren für die Gedächtnisleistung entwickelt, das insbesondere die räumlich-bildliche Merkfähigkeit verbessern soll.

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