Vorbeugung

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Der Ansatz für Vorbeugemaßnahmen gegen die Alzheimer-Krankheit leitet sich aus der Kenntnis von Risikofaktoren für das Auftreten der Erkrankung ab.

Man unterscheidet zwei Stufen der Krankheitsvorbeugung (Prävention):

1) Primärprävention: Maßnahmen für gesunde Personen, bei denen noch keinerlei Krankheitssymptome bestehen.

2) Sekundärprävention: Maßnahmen für Personen, bei denen sich schon erste Zeichen der Erkrankung zeigen.

Der Unterschied zwischen Primär- und Sekundärprävention besteht in erster Linie in der unterschiedlichen Gewichtung und Dringlichkeit der vorgeschlagenen Präventionsmaßnahmen. Diese Maßnahmen müssen individuell angepasst sein. Sie orientieren sich an der individuellen Risikokonstellation der Person.

Bekannte Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit sind:

  • Genetische Faktoren (familiäre Belastung, Apolipoprotein E-Genotyp)
  • Stoffwechselstörungen (erhöhter Cholesterinspiegel, erhöhter Blutzuckerspiegel, erhöhter Harnsäurespiegel, erhöhter Homocysteinspiegel, Übergewicht)
  • andere Gefäßrisikofaktoren (Bluthochdruck, körperliche Inaktivität)
  • passiver Lebensstil (wenig geistige und körperliche Aktivität)

 

In verschiedenen europäischen Ländern wurden groß angelegte Präventionsprojekte begonnen, bei denen verschiedene Risikofaktoren erfasst und in kontrollierten Studien standardisiert behandelt werden. Bedeutsam sind dabei auch Wechselwirkung zwischen den einzelnen Risikofaktoren, z.B. zwischen bestimmten genetischen Merkmalen (epsilon 4-Allel des Apolipoprotein E) und Stoffwechselstörungen (erhöhter Cholesterinspiegel).

Ein Präventionsprojekt (Kogifit Plus®) wird auch vom Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit (ISPG) in Zusammenarbeit mit der Dynamikos GmbH durchgeführt. Dabei werden bei einer großen Anzahl von Probanden im Alter von über 50 Jahren mögliche Risikofaktoren systematisch erhoben und die geistige Leistungsfähigkeit wird mit einem computergestützten Test untersucht. In Abhängigkeit vom individuellen Risikoprofil des Probanden wird eine prognostische Einschätzung des Risikos für eine Entwicklung der Alzheimer-Krankheit vorgenommen und es werden vorbeugende Maßnahmen empfohlen, die geeignet sind, das Krankheitsrisiko zu senken.

Sind Sie an einer Teilnahme interessiert? Dann rufen Sie uns an.

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